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„BID vs. IFLA – Celebrity Code-of-Ethics Deathmatch*“ (Teil I)

27. November 2011

Ja ich weiß, dieses Blog ist mehr Pferdekutsche denn Opel Manta auf dem ‚information super highway’…

Hoffentlich werden hier nicht Äpfel und Birnen verglichen (CC by-nc-sa Foto von Reintji)

Hoffentlich werden hier nicht Äpfel und Birnen verglichen (CC by-nc-sa Foto von Reintji)

Am 8. November hat Herrmann Rösch in einer E-Mail an InetBib einen IFLA-Entwurf [PDF] für internationale bibliothekarische Berufsethik vorgestellt.

Dies möchte ich zum Anlass nehmen eine kleine Blogserie zu starten um diesen Text den „Ethischen Grundsätzen der Bibliotheks- und Informationsberufe“ des BID gegenüberzustellen.

In den folgenden Beiträgen soll es um

  • die Einleitung
  • den generellen Aufbau
  • und ausgewählte Inhalte

gehen, mit dem abschließenden Versuch ein Fazit zu ziehen.

Nun denn, gemma’s an..

Die Einleitung/Präambel der jeweiligen Texte finde ich deshalb spannend, da sie im Idealfall Kontextinformation bieten: Warum, wieso, weshalb eine spezifische Berufsethik? Für wen ist dieser Text gedacht und welchen Nutzen bringt er.

Genau diese Punkte fehlen mir aber beim deutschen code of ethics. Im Wesentlichen steht in der Einleitung, dass es diese Grundsätze gibt und die Beschäftigten der in den Mitgliedsverbänden organisierten Mitglieder sich daran halten und diese Richtlinien im Berufsstand und in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt machen.

Der Entwurf des IFLA code geht hingegen auf die Frage ein, warum das Bibliothekswesen eine eigene Ethik braucht:

Librarianship in its essence, is an ethical activity embodying a value-rich approach to professional work with information.
[…]
The role of information institutions and professionals, including libraries and librarians, in modern society is to optimise the recording and representation of information and the provision of access to it. Information service i the interest of the common good is thus at the heart of librarianship.

Auch die möglichen Funktionen einer Berufsethik werden angesprochen: das Nachdenken über unsere Grundprinzipien ermuntern, das professionelle Selbstbild verbessern und Transparenz gegenüber den Nutzern und der Gesellschaft.

Desweiteren wird versucht, diesen code of ethics ein ein allgemeines Normengefüge einzuordnen, durch den Rückgriff auf Artikel 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und es wird zu einer kritischen Haltung zur Gesetzgebung im Informationsrecht ermuntert (in der deutschen Berufsethik werden diese hingegen als absoluter Maßstab definiert).

[*] einfach mal auf Youtube suchen und in Jugenderinnerungen schwelgen

2 Kommentare
  1. Ich würde dir den Artikel „Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Über das (fehlende) soziale Engagement der Information Community“ empfehlen.
    Da werden beide (aber hauptsächlich der deutsche Code of Ethics) aufgegriffen und als Unterstützung der Begrung unserer fehlerhaften Praxis verwendet…

    http://drawer20.wordpress.com/2012/03/07/between-librarians-and-bookworms/

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